Wie KINEXON-Technologie zum Restart im Profisport beiträgt
Nachdem die Fußball-Bundesliga am 16. Mai 2020 als weltweit erste Top-Liga während der Coronakrise den Spielbetrieb wieder aufnahm, zog am vergangenen Wochenende die höchste deutsche Basketball-Liga nach. Auch sie ist die erste ihrer Art, die den „Restart“ wagt. KINEXON-Technologie kommt in beiden zum Einsatz und lässt erahnen, was noch möglich ist.
Die Sicherheitskonzepte von BBL und DFL sind aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen grundverschieden. Doch haben sie eines gemeinsam: In beiden Ligen kommt KINEXON-Technologie zum Einsatz und trägt zum Schutz von Mitarbeitern in den Spielstätten bei.
Seit ein paar Jahren bereits gehört KINEXON zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich der Echtzeit-Sportdatenerhebung und ‑analyse.
Half unsere UWB-basierte Trackingtechnologie anfangs vor allem zur gezielten datengestützten Trainingssteuerung, kamen immer mehr Anwendungsfälle hinzu, die dem Profi-Sport nicht nur sportlich, sondern auch finanziell – durch ein starkes Fan-Engagement – Mehrwert bieten.
Die Coronakrise hat diese Entwicklung beschleunigt. Das Bewusstsein dafür, dass sich auch der Spitzensport die Vorzüge digitaler Technologie immer mehr zu eigen machen muss, ist da – und wächst.
Drei aktuelle Anwendungsbeispiele für KINEXON-Technologie im Spitzensport zeigen dies:
1. Ein datenschutzkonformes Wearable ermöglicht eine geschützte Rückkehr zum Spielbetrieb
Um Sponsorengelder zu retten und damit die Existenz von Vereinen und Ligen zu sichern, ist die Wiederaufnahme des Spielbetriebs essenziell. Doch der gesundheitliche Schutz aller Personen, die zur Realisierung eines Spieltags beitragen, hat oberste Priorität.
Mit KINEXON SafeZone haben wir ein leichtes Wearable geschaffen, das die zwei drängendsten Herausforderungen unseres neuen Arbeitsalltags in Zeiten von Corona mit digitaler Präzision angeht:
- Ein störungsfreier und zentimetergenauer UWB-Sensor alarmiert, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird („Contact Warning“).
- Eine optionale Software identifiziert eindeutig, welche Personen im Falle des Kontakts mit einer COVID-19-infizierten Person informiert werden müssen („Contact Tracing“oder “Exposure Management”). Beides 100 % datenschutzkonform, ohne die Bewegungen des Trägers zu tracken und ohne anderweitig personenbezogene Daten zu speichern!
Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt realisiert mit KINEXON SafeZone zusätzlich ein so genanntes “Zoning”. Bereiche des Stadions, in denen Verantwortliche am Spieltag arbeiten, werden gemäß dem DFL Hygienekonzept in drei Zonen eingeteilt.Für jede Zone ist klar definiert, wie viele Personen sich in ihr wie lange aufhalten dürfen.
Und für jede Zone kann KINEXON SafeZone überprüfen, ob diese Vorgabe eingehalten wird und wo es möglicherweise Verbesserungspotenzial gibt.Und auch im deutschen Profi-Basketball sorgt der kleine unscheinbare Sensor („SafeTag“) für Sicherheit: Im Gegensatz zum Fußball wurde der Liga-Modus eingestellt. Ein auf drei Wochen komprimiertes Turnier wird die Meisterschaft entscheiden. Um den Schutz aller Beteiligten leichter managen zu können, finden alle Spiele an einer Spielstätte, dem Münchner Audi Dome, statt.
Doch in dem Vorteil des Hotel-Konzepts sah das Münchner Gesundheitsamt zugleich eine Schwäche: Sollte es einen Corona-Fall im Hotel geben, müssten alle darin in Quarantäne geschickt werden — und das Turnier abgebrochen werden.
Zwei Vorschläge des Amtes das Problem zu lösen waren das permanente Tragen von medizinischen FFP2-Masken oder eine digitale Lösung zur effektiven Kontaktnachverfolgung. Mit KINEXON SafeZone fiel am Ende die Wahl auf die moderne und komfortable technische Lösung.
2. Live-Daten ersetzen das Live-Erlebnis auf digitalem Weg
Ein für den Sport nicht kompensierbarer Verlust durch Corona ist der schmerzliche Verzicht auf den wichtigsten Akteur des Profi-Sports: den Fan. Durch das aktuelle Verbot von Massenveranstaltungen sind Fans weltweit von ihrer großen Leidenschaft ausgesperrt. Dabei sind sie es, die den Profi-Sport zum dem gemacht haben und machen, was er heute ist.
Um den zwangsweise Daheimgebliebenen jedoch möglichst nahe, authentische und eindrucksvolle Live-Erlebnisse zu ermöglichen, ohne selbst live vor Ort sein zu können, sind Live-Leistungsdaten und eine ansprechende redaktionelle Einbindung dieser eine derzeit sehr gefragte Neuerungen. KINEXON etwa bietet als erster und bis dato einziger Anbieter Ball- und Spieler-Tracking sowie die dazugehörige Live-Datenverarbeitung aus einer Hand.
Medien, Sponsoren und Vereine selbst haben so erstmals die Möglichkeit, in Echtzeit Informationen, wie sie Fans zum Teil nur nach dem Spiel oder zum Teil bisher gar nicht zugänglich waren, in die Berichterstattung zu integrieren.
Schussgeschwindigkeit, Passgenauigkeit, Sprintdistanz, Sprunghöhe, Passdistanzen und rund 180 Metriken mehr ersetzen zwar nicht das Zusehen am Spielfeldrand, aber vermitteln dennoch einen packenden Eindruck von beeindruckenden Leistungen der Spitzen-Athleten.
Durch die digitale Einbindung dieser Live-Leistungsdaten in interaktive Second Screen-Anwendungen, die Aufwertung des TV-Bildes oder durch innovative AR-Applikationen, kann der Sport von zuhause in nie dagewesener Form erlebt werden — für den treuen Fan zu Hause ein wahres Geschenk!
3. Datengestütztes Belastungsmanagement schützt Spieler während komprimierten Spielplänen
Über 75 % der NBA-Teams arbeiten mit KINEXON-Technologie. Eines der zentralen Ziele, die mit dem Einsatz verfolgt werden: Load Management.
Konkret heißt das: Die körperliche Belastung der Spieler soll in sportwissenschaftlich fundierten Metriken (z.B. Metabolic Load, Internal Load, External Load oder TRIMP) in Echtzeit erfasst werden. Trainer und Betreuer gönnen somit ihren Spielern sofort eine Pause, sobald diese Metriken eine Indikation für Ermüdung oder ein erhöhtes Verletzungsrisiko aufweisen.
Überlastungsbedingte Verletzungen lassen sich so signifikant reduzieren. In einer Zeit, in der Spielpläne komplett über den Haufen geworfen sind und im Turniermodus (easycredit Basketball-Bundesliga), in englischen Wochen (DFL Fußball-Bundesliga) oder anderen intensiven Rhythmen gespielt wird, ist dies doppelt von Vorteil.
Denn ein verringertes Verletzungsrisiko zahlt sich sowohl für den Spieler als auch den wirtschaftlichen Erfolg von Vereinen und Ligen aus.