Mechanical Load im Basketball
Im Basketball ist Mechanical Load eine Metrik, die die Summe von Be- und Entschleunigungen unter bestimmten Voraussetzungen erfasst. Durch die genaue Bestimmung der Gesamtbelastung, lassen sich Rückschlüsse auf die körperlichen Anforderungen von Spiel und Spielern ziehen.
Einige Beispiele für Bewegungen, die Basketballspieler während eines Trainings oder Spiels ausführen, sind:
- Sprints
- Plötzliche Richtungswechsel
- Abrupte Stopps
Mechanical Load ist eine Metrik, die all diese zweidimensionalen Bewegungsmuster einschließlich Be- und Entschleunigungen zusammenfasst.
Alle Be- und Entschleunigungen werden nach Intensität kategorisiert und je nach Intensitätszone mit einem Gewichtungsfaktor multipliziert, um die genau Be- und Entschleunigungslast zu ermitteln — diese aufaddiert spiegelt die gesamte Belastung wider.
Was uns Mechanical Load und Mechanical Intensity verrät
Um nicht nur die totale Belastung einer Session, sondern auch die Intensität beurteilen zu können, berechnet das KINEXON System ebenfalls Mechanical Intensity. Diese wird wie folgt berechnet: Gesamt Mechanical Load geteilt durch die Zeit einer Session.
Die durchschnittliche Mechanical Intensity variiert je nach Spielposition und korreliert stark mit dem individuellen Spielstil und den Anforderungen des Trainings oder des Wettkampfs. Zum Beispiel haben Guards tendenziell eine höhere Mechanical Intensity und akkumulieren daher eine größere Menge an Mechanical Load bei gleicher Spielzeit im Vergleich zu Forwards und Centers.
Welche mechanischen Belastungswerte sind im Basketball besonders interessant?
Mechanical loading bezieht sich auf die Kraft, die auf Zellen und Gewebe ausgeübt wird und eine natürliche Reaktion auslöst, um ihr Wohl und ihre Überlebensfähigkeit aufrechtzuerhalten. Gewebe, die einer signifikanten mechanischen Belastung ausgesetzt sind, insbesondere die Verbindungen zwischen Sehnen, Bändern und Knochen, haben ein erhöhtes Verletzungsrisiko.
Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die mechanische Belastung eines Spielers zu überwachen. Zu den Werten, die typischerweise mit der Belastung verbunden sind, gehören Beschleunigung, Geschwindigkeit und Entschleunigung.
Entschleunigung
Entschleunigungen treten bei Stopps oder vor Richtungswechseln auf und bedeuten eine Verlangsamung des Masseschwerpunkts. Bei diesen Bewegungsmustern wird dem Spieler ein Vielfaches seines eigenen Körpergewichts aufgezwungen. Hier besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko für Muskeln, Sehnen und Bänder.
Beschleunigung und Geschwindigkeit
Während eines durchschnittlichen Spiels führt ein Spieler etwa 10 – 20 % mehr Be- als Entschleunigungen durch. Wenn der Unterschied größer als 10 – 20 % ist und über einen längeren Zeitraum anhält entsteht ein Ungleichgewicht, was wiederum ein erhöhtes Verletzungsrisiko hervorrufen kann.
Drei Metriken, die das Belastungsprofil bestimmen
KINEXON Basketball Spieler-Tracking-Systeme definieren die physischen Anforderungen des Spiels auf allen Ebenen: Jugend‑, College‑, Semi-Profi und Profi-Teams.
Gutes Verständnis der Anforderungen des Sports kann dazu beitragen, Ergebnisse zu optimieren, indem mögliche Spielszenarien während des Trainings nachgestellt werden. Um das Tempo eines Spiels zu bestimmen, stützen sich Profiteams häufig auf drei Metriken. Jede von ihnen erfüllt einen bestimmten Zweck bei der Definition des allgemeinen Belastungsprofils:
- Mechanical Load: Spiegelt die Gesamtarbeitsbelastung der Trainingseinheit auf der Grundlage von Be- und Entschleunigungsmustern wider
- Distanz: Stellt Gesamtbelastung der Trainingseinheit aufgrund von Positionsveränderungen dar
- High Intensity Beschleunigungen: Quantifiziert die Anzahl an High Intensity Events
Die Beobachtung dieser Werte bietet einen guten Überblick über die körperlichen Anforderungen und kann daher zur effizienteren Trainingsplanung genutzt werden.
Gesamtbelastung im Verhältnis zu High Intensity Load
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der optimalen Trainingsplanung ist die Gesamtbelastung eines Spielers im Verhältnis zu seiner Belastung bei hoher Intensität zu setzen. Das hilft dabei festzustellen wie viel der Gesamtarbeitsbelastung den Anstrengungen bei hoher Intensität zugeschrieben werden kann, und liefert damit eine gute Einschätzung, wie intensiv ein bestimmtes Training oder Spiel war.
Im Allgemeinen macht die Belastung im oberen Intensitätsbereich der mechanischen Belastung etwa 25 % der Gesamtbelastung im Profibasketball aus. Diese Zahl kann jedoch bei Guards höher sein als bei Forwards und Centern, was auf die unterschiedlichen Spielstile, Anforderungen und Aufgaben in Training und Spiel zurückzuführen ist.