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Mechanical Load im Basketball

Im Bas­ket­ball ist Mecha­ni­cal Load eine Metrik, die die Sum­me von Be- und Ent­schleu­ni­gun­gen unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen erfasst. Durch die genaue Bestim­mung der Gesamt­be­las­tung, las­sen sich Rück­schlüs­se auf die kör­per­li­chen Anfor­de­run­gen von Spiel und Spie­lern ziehen. 

Basketballspieler während eines Sprungwurfs
MunichJuni 16, 2022

Eini­ge Bei­spie­le für Bewe­gun­gen, die Bas­ket­ball­spie­ler wäh­rend eines Trai­nings oder Spiels aus­füh­ren, sind:

  • Sprints
  • Plötz­li­che Richtungswechsel
  • Abrup­te Stopps

Mecha­ni­cal Load ist eine Metrik, die all die­se zwei­di­men­sio­na­len Bewe­gungs­mus­ter ein­schließ­lich Be- und Ent­schleu­ni­gun­gen zusammenfasst. 

Alle Be- und Ent­schleu­ni­gun­gen wer­den nach Inten­si­tät kate­go­ri­siert und je nach Inten­si­täts­zo­ne mit einem Gewich­tungs­fak­tor mul­ti­pli­ziert, um die genau Be- und Ent­schleu­ni­gungs­last zu ermit­teln — die­se auf­ad­diert spie­gelt die gesam­te Belas­tung wider.

Was uns Mecha­ni­cal Load und Mecha­ni­cal Inten­si­ty verrät

Um nicht nur die tota­le Belas­tung einer Ses­si­on, son­dern auch die Inten­si­tät beur­tei­len zu kön­nen, berech­net das KIN­EXON Sys­tem eben­falls Mecha­ni­cal Inten­si­ty. Die­se wird wie folgt berech­net: Gesamt Mecha­ni­cal Load geteilt durch die Zeit einer Session. 

Die durch­schnitt­li­che Mecha­ni­cal Inten­si­ty vari­iert je nach Spiel­po­si­ti­on und kor­re­liert stark mit dem indi­vi­du­el­len Spiel­stil und den Anfor­de­run­gen des Trai­nings oder des Wett­kampfs. Zum Bei­spiel haben Guards ten­den­zi­ell eine höhe­re Mecha­ni­cal Inten­si­ty und akku­mu­lie­ren daher eine grö­ße­re Men­ge an Mecha­ni­cal Load bei glei­cher Spiel­zeit im Ver­gleich zu For­wards und Centers.

Wel­che mecha­ni­schen Belas­tungs­wer­te sind im Bas­ket­ball beson­ders interessant?

Mecha­ni­cal loa­ding bezieht sich auf die Kraft, die auf Zel­len und Gewe­be aus­ge­übt wird und eine natür­li­che Reak­ti­on aus­löst, um ihr Wohl und ihre Über­le­bens­fä­hig­keit auf­recht­zu­er­hal­ten. Gewe­be, die einer signi­fi­kan­ten mecha­ni­schen Belas­tung aus­ge­setzt sind, ins­be­son­de­re die Ver­bin­dun­gen zwi­schen Seh­nen, Bän­dern und Kno­chen, haben ein erhöh­tes Verletzungsrisiko.

Aus die­sem Grund ist es sehr wich­tig, die mecha­ni­sche Belas­tung eines Spie­lers zu über­wa­chen. Zu den Wer­ten, die typi­scher­wei­se mit der Belas­tung ver­bun­den sind, gehö­ren Beschleu­ni­gung, Geschwin­dig­keit und Entschleunigung.

Ent­schleu­ni­gung

Ent­schleu­ni­gun­gen tre­ten bei Stopps oder vor Rich­tungs­wech­seln auf und bedeu­ten eine Ver­lang­sa­mung des Mas­se­schwer­punkts. Bei die­sen Bewe­gungs­mus­tern wird dem Spie­ler ein Viel­fa­ches sei­nes eige­nen Kör­per­ge­wichts auf­ge­zwun­gen. Hier besteht ein erhöh­tes Ver­let­zungs­ri­si­ko für Mus­keln, Seh­nen und Bänder.

Beschleu­ni­gung und Geschwindigkeit

Wäh­rend eines durch­schnitt­li­chen Spiels führt ein Spie­ler etwa 10 – 20 % mehr Be- als Ent­schleu­ni­gun­gen durch. Wenn der Unter­schied grö­ßer als 10 – 20 % ist und über einen län­ge­ren Zeit­raum anhält ent­steht ein Ungleich­ge­wicht, was wie­der­um ein erhöh­tes Ver­let­zungs­ri­si­ko her­vor­ru­fen kann.

Drei Metri­ken, die das Belas­tungs­pro­fil bestimmen

KIN­EXON Bas­ket­ball Spie­ler-Track­ing-Sys­te­me defi­nie­ren die phy­si­schen Anfor­de­run­gen des Spiels auf allen Ebe­nen: Jugend‑, College‑, Semi-Pro­fi und Pro­fi-Teams.

Gutes Ver­ständ­nis der Anfor­de­run­gen des Sports kann dazu bei­tra­gen, Ergeb­nis­se zu opti­mie­ren, indem mög­li­che Spiel­sze­na­ri­en wäh­rend des Trai­nings nach­ge­stellt wer­den. Um das Tem­po eines Spiels zu bestim­men, stüt­zen sich Pro­fi­teams häu­fig auf drei Metri­ken. Jede von ihnen erfüllt einen bestimm­ten Zweck bei der Defi­ni­ti­on des all­ge­mei­nen Belastungsprofils:

  • Mecha­ni­cal Load: Spie­gelt die Gesamt­ar­beits­be­las­tung der Trai­nings­ein­heit auf der Grund­la­ge von Be- und Ent­schleu­ni­gungs­mus­tern wider
  • Distanz: Stellt Gesamt­be­las­tung der Trai­nings­ein­heit auf­grund von Posi­ti­ons­ver­än­de­run­gen dar
  • High Inten­si­ty Beschleu­ni­gun­gen: Quan­ti­fi­ziert die Anzahl an High Inten­si­ty Events

Die Beob­ach­tung die­ser Wer­te bie­tet einen guten Über­blick über die kör­per­li­chen Anfor­de­run­gen und kann daher zur effi­zi­en­te­ren Trai­nings­pla­nung genutzt werden.

Gesamt­be­las­tung im Ver­hält­nis zu High Inten­si­ty Load

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt bei der opti­ma­len Trai­nings­pla­nung ist die Gesamt­be­las­tung eines Spie­lers im Ver­hält­nis zu sei­ner Belas­tung bei hoher Inten­si­tät zu set­zen. Das hilft dabei fest­zu­stel­len wie viel der Gesamt­ar­beits­be­las­tung den Anstren­gun­gen bei hoher Inten­si­tät zuge­schrie­ben wer­den kann, und lie­fert damit eine gute Ein­schät­zung, wie inten­siv ein bestimm­tes Trai­ning oder Spiel war.

Im All­ge­mei­nen macht die Belas­tung im obe­ren Inten­si­täts­be­reich der mecha­ni­schen Belas­tung etwa 25 % der Gesamt­be­las­tung im Pro­fi­bas­ket­ball aus. Die­se Zahl kann jedoch bei Guards höher sein als bei For­wards und Cen­tern, was auf die unter­schied­li­chen Spiel­sti­le, Anfor­de­run­gen und Auf­ga­ben in Trai­ning und Spiel zurück­zu­füh­ren ist.

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