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Wie Bundesligaclubs in Deutschland von Player-Tracking profitieren

Längst nutzt die deut­sche Fuß­ball-Bun­des­li­ga Play­er-Track­ing, um Fans neue Erfah­run­gen zu schen­ken und Ver­ei­ne mit offi­zi­el­len Spiel­da­ten zu ver­sor­gen. Nach­dem die Liga alle Sta­di­en mit moderns­ter Kame­ra­tech­nik aus­stat­te­te und Klubs an ihren Trai­nings­ge­län­den Track­ing-Tech­no­lo­gien von KIN­EXON ein­führ­ten, ist das Ziel klar: Ver­ei­nen hel­fen, für den Wett­be­werb wich­ti­ge Ein­bli­cke zu gewin­nen, das Ver­let­zungs­ri­si­ko zu min­dern und die Lücke zwi­schen Trai­nings- und Spiel­an­for­de­run­gen zu schlie­ßen. Lesen Sie hier, wie alles funktioniert.

MunichFeb. 01, 2023

Autor: Dr. Guil­her­me Pinheiro

Fuß­ball ist ein kom­ple­xer Sport mit kaum vor­her­seh­ba­ren Akti­vi­täts­mus­tern. Stän­dig pen­deln Spie­ler zwi­schen kur­zen mul­ti-direk­tio­na­len, hoch inten­si­ven Abläu­fen und län­ge­ren Peri­oden mit nied­ri­ger Inten­si­tät hin und her. Gleich­zei­tig schnell­ten die Spiel­an­for­de­run­gen zuletzt in die Höhe. Sowohl tech­nisch als auch phy­sisch ver­langt der Fuß­ball Spie­lern mehr ab als frü­her. Zumal bei­de Fak­to­ren zusammenhängen.

An die­ser Stel­le bie­tet Play­er-Track­ing nahe­zu unend­li­che Hilfs­mög­lich­kei­ten, die sich grob in die drei Grup­pen Beschrei­bung“, Pla­nung“ und Beob­ach­tung exter­ner Belas­tung“ ein­tei­len las­sen. Häu­fig liegt der Fokus dabei dar­auf, eine mög­lichst objek­ti­ve Ent­schei­dungs­fin­dung in Sachen Leis­tung und Ver­let­zungs­ri­si­ko zu begüns­ti­gen. Die Kom­bi­na­ti­on aus tech­nisch-tak­ti­schen und phy­si­schen Daten gibt Ver­ei­nen und Trai­nern außer­dem einen wei­te­ren Kon­text mit Blick auf phy­si­sche Charakteristika.

Zur Unter­stüt­zung instal­lier­te die Deut­sche Fuß­ball­li­ga (DFL) ein aus­ge­feil­tes Kame­ra­sys­tem in allen Sta­di­en der 1. und 2. Bun­des­li­ga. Die Basis­ver­si­on besteht aus 20 Kame­ras auf bei­den Sei­ten des Fel­des. Abhän­gig von der Archi­tek­tur der jewei­li­gen Are­na gibt es wei­te­re zwi­schen bei­den Toren sowie hin­ter den Eckfahnen.

Fußball-Bundesliga: Verbindung von optischem Tracking und Wearable-Tracking

Für ein schlüs­si­ges Gesamt­bild der Leis­tungs­dia­gnos­tik eines Spie­lers müs­sen Anwen­der häu­fig die Track­ing-Daten unter­schied­li­cher Sys­te­me zusam­men­brin­gen. An die­ser Stel­le spie­len Weara­bles eine ent­schei­den­de Rol­le. Daher erhält jeder Spie­ler sei­nen eige­nen Track­ing-Sen­sor, den er ent­we­der in einer Wes­te oder im Hosen­bund verstaut.

Bei KIN­EXON Foot­ball kön­nen Klubs dabei zwi­schen einem Cloud-basier­ten GPS, dem KIN­EXON PER­FORM GNSS, und dem UWB-basier­ten KIN­EXON PER­FORM LPS für maxi­ma­le Per­for­mance wäh­len. Wäh­rend ers­te­res jeder­zeit und über­all ein­setz­bar ist, benö­tigt die unver­gleich­li­che Prä­zi­si­on PER­FORM LPS ein fest­in­stal­lier­tes Set­up rund um das Trainingsfeld.

Um einen voll­um­fäng­li­chen Leis­tungs­ein­druck von Trai­ning und Spiel zu erhal­ten, inte­griert KIN­EXON die opti­schen Daten der DFL in unse­re Cloud-basier­te Ana­ly­tics-Platt­form. Dabei kön­nen Anwen­der alle Daten und Metri­ken visua­li­sie­ren. Zumal unse­re Platt­form mit nahe­zu jedem Device und Com­pu­ter kom­pa­ti­bel ist.

Kombination von Trainings- und Matchdaten: Das sind die Vorteile

Die­ses Set­up erlaubt Trai­nern und Klubs, Trai­nings- und Spiel­da­ten zu kom­bi­nie­ren. Sie kön­nen das wöchent­li­che Gesamt­be­las­tungs­vo­lu­men eben­so ver­fol­gen wie unter­schied­li­che Inten­si­tä­ten und ver­schie­de­ne Ele­men­te exter­ner Belas­tung. Ein ent­schei­den­der Aspekt, da Trai­ner durch eine inten­si­ve Trai­nings­kon­trol­le Schlüs­se zie­hen und so die Leis­tung ihrer Spie­ler sti­mu­lie­ren, durch Belas­tungs­steue­rung die kumu­la­ti­ve Erschöp­fung min­dern und das Ver­let­zungs­ri­si­ko mini­mie­ren kön­nen. Gleich­zei­tig lässt sich der Rege­ne­ra­ti­ons­pro­zess beschleu­ni­gen, wäh­rend ver­letz­te Spie­ler die nöti­ge Unter­stüt­zung bekom­men, um schnel­ler zurückzukehren.

Ein wich­ti­ges Tool: die KIN­EXON Sports App. Ihr Vor­teil: Sie bie­tet sowohl fort­schritt­li­che API-Kon­nek­ti­vi­tät zu Spie­ler-Manage­ment-Sys­te­men als auch Video­syn­chro­ni­sa­ti­on, Unter­stüt­zung für Video-Ana­ly­se-Tools sowie indi­vi­du­el­len PDF‑, Excel- und Roh­da­ten­ex­port. So ebnet die App einen intui­ti­ven Weg, Ihre Daten zu beob­ach­ten, visua­li­sie­ren, inter­pre­tie­ren und kommunizieren.

Im Fuß­ball ist das grund­le­gen­de Ele­ment zur Opti­mie­rung der Leis­tun­gen der Spie­ler und Ver­mei­dung von Ver­let­zun­gen die opti­ma­le Ver­wal­tung der Spie­ler­be­las­tung. Ein zen­tra­ler Teil des erfolg­rei­chen Belas­tungs­ma­nage­ments ist die Fähig­keit, Daten aus ver­schie­de­nen elek­tro­ni­schen Leis­tungs- und Über­wa­chungs­sys­te­men zu inte­grie­ren. Aus prak­ti­scher Sicht ermög­licht Kin­exon die naht­lo­se Inte­gra­ti­on ver­schie­de­ner Sys­te­me und hilft Prak­ti­kern, spe­zi­fi­sche Metri­ken zur Belas­tung im Spiel und Trai­ning wirk­sam zu über­wa­chen und zu inter­pre­tie­ren und letzt­end­lich die Leis­tung von Spie­lern und Teams zu verbessern.

Guilherme De Sousa Pinheiro - Sports Science Consultant bei KINEXON

Welche Daten sammeln die Bundesligavereine?

Bun­des­li­ga­ver­ei­ne kön­nen ein umfang­rei­ches Bild sowohl ein­zel­ner Spie­ler als auch des Teams als Gan­zes zeich­nen. Dabei nut­zen sie sowohl Daten wie zurück­ge­leg­te Distan­zen in unter­schied­li­chen Geschwin­dig­keits­zo­nen und Ereig­nis­se in Bezug auf Geschwin­dig­keits­wech­sel (z.B. Beschleu­ni­gung, Ent­schleu­ni­gung, Rich­tungs­wech­sel) als auch Metri­ken von trä­gen Sen­so­ren. Trai­nern kön­nen so die maxi­ma­le Leis­tungs­fä­hig­keit eines Spie­lers mit dem Sta­tus Quo ver­glei­chen und ermit­teln, ob das Trai­ning wirkt oder Anpas­sun­gen benötigt.

Wäh­rend Posi­ti­ons­da­ten hel­fen kön­nen, neue Spiel­stra­te­gien zu ent­wi­ckeln, lie­fern exter­ne Belas­tungs­me­tri­ken wie Sprints und Höchst­ge­schwin­dig­keit sowie inter­ne Belas­tungs­da­ten wie Herz­fre­quenz Hin­wei­se, ob die Belas­tung ein­zel­ner Spie­ler noch inten­si­ver gesteu­ert wer­den muss.

Mit KIN­EXON kön­nen Bun­des­li­ga­clubs auf über 300 Metri­ken zurück­grei­fen. Dar­un­ter sind:

  • Distanz (hori­zon­tal und vertikal)
  • Sprints
  • Beschleu­ni­gungs­last
  • For­ma­ti­on von Spielern
  • Herz­fre­quenz (Durch­schnitt, Impuls, Erholung)
  • Beschleu­ni­gung
  • Ent­schleu­ni­gung
  • Maxi­ma­le Geschwindigkeit
  • Hoch­in­ten­si­täts­läu­fe
  • Anae­ro­be Distanzzeit
  • Hoch-meta­bo­li­sche Leistungsdistanz
  • Hoch­ge­schwin­dig­keits- und Beschleunigungszeit
  • Mecha­ni­sche Last und Intensität
  • Effek­te

Play­er-Track­ing bie­tet Bun­des­li­ga­clubs diver­se Mög­lich­kei­ten, die Fit­ness ihrer Spie­ler zu ver­bes­sern, sie auf den Punkt an ihr Maxi­mum her­an­zu­füh­ren, Ver­let­zun­gen vor­zu­beu­gen und ihre Tak­tik auf Daten­ba­sis anzu­pas­sen. Mar­tin Krü­ger, Ath­le­tik­trai­ner von Uni­on Ber­lin, erklärt bei­spiels­wei­se, wie Play­er-Track­ing dem Ver­ein dabei half, wäh­rend der Sai­son 2021 – 22 die wenigs­ten Ver­let­zungs­ta­ge aller Bun­des­li­gis­ten zu sam­meln.

Die Zukunft von Spieler-Tracking und Ball-Tracking in der Bundesliga

Die Metri­ken von Weara­bles und opti­schen Lösun­gen zusam­men­zu­füh­ren, ist bereits ein gro­ßer Schritt Rich­tung Zukunft. Zusätz­lich inte­grier­ten zuletzt auch gro­ße Fuß­ball­wett­be­wer­be (z.B. die FIFA Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft und die Liga Por­tu­gal Bwin) Spie­ler- und Ball-Track­ing-Daten in ihre Fern­seh­über­tra­gun­gen und Social-Media-Kanä­le und eröff­ne­ten Fans damit einen ganz neu­en Blick­win­kel auf das Spiel.

Ball-Track­ing fügt eine wei­te­re Dimen­si­on hin­zu. Zusätz­li­che zu den Bewe­gun­gen der Spie­ler kön­nen Trai­ner in Echt­zeit den Weg des Balls auf dem Feld ver­fol­gen, ehe sie Daten wie Umdre­hungs­ra­te und Auf­prall­en­er­gie erhal­ten. Ste­hen Ball-Track­ing-Daten live für die Match-Ana­ly­se zur Ver­fü­gung, müs­sen Trai­ner und Clubs Sta­tis­ti­ken nicht mehr nur iso­liert betrach­ten. Statt­des­sen kön­nen sie tech­ni­sche und phy­si­sche Leis­tungs­me­tri­ken in den Kon­text tak­ti­scher Ein­bli­cke setzen.

Das erlaubt Trai­nern, immer wie­der­keh­ren­de Fra­gen der Sport­vor­be­rei­tung zu beant­wor­ten: Sie kön­nen die Belas­tung eines Spie­lers mit und ohne Ball aus­wer­ten und zudem den jewei­li­gen Ein­fluss ein­zel­ner team­tak­ti­scher Aktio­nen (z.B. hohe Pres­si­on) bewer­ten – und am Ende hel­fen Track­ing-Daten allen Betei­lig­ten, bes­ser mit der Kom­ple­xi­tät von Fuß­ball umzugehen.


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